Videosprechstunde
 

Videosprechstunde "Verkehrswende" - Ideen und Gelder sind vorhanden, aber an der Umsetzung fehlt es

Kreisverband
03.06.2020 – Pressemitteilung

Was braucht Dortmund für eine echte Verkehrswende? Und wie wirkt sich die Corona-Epidemie für das die Veränderung des Mobilitätsverhaltens? – darüber sprachen Daniela Schneckenburger, GRÜNE Oberbürgermeisterkandidatin in Dortmund, Arndt Klocke, verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN im Landtag und Lorenz Redicker des VCD (Verkehrsclub Deutschland) mit Interessierten während einer Online-Videosprechstunde zum Thema Nahmobilität.

Das Fahrrad erlebt momentan einen Boom – sei es für den Tagesausflug als Ersatz für den fehlenden Urlaub oder als Alternative zu Bus und Bahn in Corona-Zeiten. Doch der Fahrradboom und das wieder steigende PKW-Verkehrsaufkommen nach dem Lockdown machen auch deutlich: es fehlt an Platz für Radfahrer*innen. Dies gilt auch für Fußgänger*innen – auch und gerade in Zeiten der Corona-Pandemie. Geltendes Recht muss bei Falschparkern durchgesetzt werden, dafür fehlen bislang aber personelle Kapazitäten. Das Bedürfnis nach Änderungen ist bei den Dortmunder*innen jedenfalls da. Gelder für Radwege sind im „Aktionsplan Nahmobilität“ eingestellt, auch der Bund finanziert reichlich, gute Ideen im „Masterplan Mobilität“ ergänzen dies – es fehlt jedoch an Umsetzungen und an Mut in der kommunalen Verwaltung. Dies zeigt sich bei dem Vorhaben in Dortmund vorübergehende, abgetrennte Radspuren als „Pop-up-bike-lane“ einzurichten - ein Vorschlag, der in anderen Städten umgesetzt, im Rat von CDU und SPD aber abgelehnt wurde.

Der Ballungsraum Ruhrgebiet braucht auch beim ÖPNV ein attraktiveres Angebot, um in die Nachbarstadt und Vororte zu kommen. „Letztlich sehen wir, dass ein Mobilitätsmix die Zukunft ist – Rad, Fußverkehr, ÖPNV, Car-Sharing und PKW-Nutzung müssen im ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, die Radinfrastruktur muss verbessert werden, der ÖPNV attraktiver werden. An diesem Ziel muss man in den nächsten 5 Jahren intensiv arbeiten im engen Schulterschluss mit den lokalen Initiativen. Die Kommunalwahl wird darüber entscheiden, welchen Stellenwert das Thema in Dortmund erhält“, fasst Daniela Schneckenburger die einstündige Diskussion zusammen.


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