Radwege statt Schnellstraßen – mit uns GRÜNEN kein Weiterbau der OWIIIa
 

Radwege statt Schnellstraßen – mit uns GRÜNEN kein Weiterbau der OWIIIa

Kreisverband
04.02.2021 – Pressemitteilung

Die Planungen zum Weiterbau der Schnellstraße OWIIIa sollen gestoppt werden. Die dafür schon bewilligten Planer*innen sollen stattdessen den Ausbau des Radverkehrs voranbringen. Ein entsprechender Antrag von GRÜNEN, CDU und Linken wurde am Mittwoch im Umweltausschuss beschlossen.
„Die Stadt Dortmund hat sich den Zielen des Klimaschutzes, der Luftreinhaltung und der Biodiversität verpflichtet. Der gerade erst in Kraft getretene Landschaftsplan weist auf der geplanten Trasse landschaftlich und naturschutzrechtlich geschützte Gebiete aus. Mit dem Bau einer Schnellstraße durch geschützte Natur und durch einen Freiraum mit dem geringsten Verkehrslärm im Dortmunder Osten werden die Ziele der Masterpläne zu Mobilität, Lärm und Klimaschutz ausgehebelt“, so Ingrid Reuter, Vorsitzende des Umwelt- und Planungsausschusses. „Es gibt außerdem keine aktuellen Zahlen zu den verkehrlichen Auswirkungen eines solchen Straßenneubaus. Gäbe es derzeit überhaupt eine Entlastung des Hellwegs und wie wären die Folgen für die Nordspange und die nördlichen Stadtteile?“
„Im Angesicht der Klimakrise ist klar, dass wir bis spätestens 2035 klimaneutral werden müssen um das 1,5 Grad Limit noch einzuhalten. Dafür ist eine schnelle Verkehrswende notwendig. Für neue Autobahnen wie die A49 in Hessen sowie Schnellstraßen wie die OWIIIa hier in Dortmund ökologisch wertvolle Wälder und Landschaften zu zerstören, passt nicht mehr in die Zeit“, so Michael Röls, Sprecher der Dortmunder GRÜNEN. „Die nun freiwerdenden Planungskapazitäten sind deutlich nachhaltiger in der Planung sicherer Radwege eingesetzt.“
Die Pläne zum Bau der L 663n lagen seit mehr als zehn Jahren auf Eis. Dass sie jetzt vor dem Hintergrund aller aktuellen Diskussionen um Verkehrswende und Umweltschutz auf Eigeninitiative der Stadt wiederbelebt werden sollen, ist nicht nachvollziehbar. Die Umsetzung dieser 30 Jahre alten, überholten Trassenplanung muss deshalb gestoppt werden. Geld für Planung und Personal sind an anderer Stelle weitaus sinnvoller eingesetzt. Eine Entlastung des Hellwegs muss in Zusammenhang mit dem dringend nötigen Umbau des Hellwegs angegangen werden.


Ausschussmitglieder mit Vertreterinnen der Bezirksvertretung Brackel und Michael Röls, Foto: Luis Hotten


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