Hochwasserschutz ist Klimaschutz – Umfassendes Vorsorgekonzept notwendig
 

Hochwasserschutz ist Klimaschutz – Umfassendes Vorsorgekonzept notwendig

Kreisverband
19.08.2020 – Pressemitteilung, Wahl

In den vergangenen Tagen hat es mehrfach durch Starkregen ausgelöste Überschwemmungen in Dortmund gegeben, die den Westen der Stadt, aber auch den Osten am vergangenen Wochenende stark betrafen. Verhängnisvoll wirkte sich die Kombination von langanhaltender, extremer Hitze und starken Regenfällen aus, die eine punktuelle Überlastung des Kanalsystems, ausgelöst auch durch angeschwemmte Verschmutzungen wie an der Emscherallee, auslösten.

Daniela Schneckenburger, GRÜNE Oberbürgermeisterkandidatin, sieht dringenden Handlungsbedarf:

„Seit 2014 gibt es in Dortmund eine Handlungsstrategie für den Umgang mit Starkregenereignissen. Die letzten Tage haben gezeigt, dass die bisher umgesetzten Maßnahmen nicht ausreichen. Erneut wurden Straßen überflutet und Keller standen unter Wasser, weil die Kanalisation die starken Regenfälle nicht schnell genug fassen konnte. Und das, obwohl an vielen Stellen des Dortmunder Kanalnetzes in den vergangenen Jahren der Querschnitt der Rohre vergrößert wurde und durch Renaturierungsmaßnahmen und die Anlage von Regenrückhaltebecken Entlastung geschaffen worden ist. Es zeigt sich deutlicher, dass wir uns als Stadt verstärkt mit Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung auseinandersetzen müssen, um Menschen und Tiere zu schützen und Schäden an Häusern und Eigentum vorzubeugen.

Nach einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung aus dem Jahr 2018 droht sich die Zahl der von Hochwasser und Überschwemmungen betroffenen Menschen in Deutschland bis in die 2040er-Jahre zu versiebenfachen - das wird auch unsere Stadt betreffen. Ich schlage darum vor, dass wir schnellstmöglich eine Starkregenstrategie als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge gegen die Folgen des Klimawandels entwickeln. Darum sehe ich es auch als vorrangige Aufgabe an, das für Hörde entwickelte Konzept zur Klimafolgenanpassung in einem "Masterplan Klimafolgenanpassung Dortmund“ - der mit dem Handlungsprogramm Klimaschutz verbunden sein muss - auf die Gesamtstadt zu übertragen. Neben technischen Lösungen muss dabei auch die Flächenversiegelung und die Bereitstellung von Speicherflächen und die naturnahe Gestaltung von Grünflächen betrachtet werden. Es geht darum, Dortmund vorzubereiten auf absehbare klimatische Veränderungen.

Das ist eine Aufgabe, die die Kommunen nicht alleine stemmen können - Bund und Länder müssen die Städte beim Aufbau einer umfassenden Starkregenvorsorge unterstützen – unter anderem durch die Bereitstellung von Fördermitteln auch im Rahmen von Klimaschutzmaßnahmen."


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