Häusliche Gewalt: Hohe Dunkelziffer während der Corona-Krise
 

Häusliche Gewalt: Hohe Dunkelziffer während der Corona-Krise

Kreisverband
22.04.2020 – Pressemitteilung

„Frauenschutz in der Corona-Krise“ lautete der Titel einer offenen Videosprechstunde für interessierte Damen und Fachpersonal, zu der die GRÜNE Oberbürgermeisterkandidatin Daniela Schneckenburger und Josefine Paul, Frauenpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Landtag NRW, am vergangenen Freitag einluden.

Mit Blick auf die Lage in den Frauenhäusern und für Frauen selbst, die jetzt abgeschirmter leben müssen und deren Schicksale sich unseren Augen entziehen, zeigte sich Josefine Paul besorgt:
„Zahlen aus China, Frankreich, Italien, Spanien deuten darauf hin, dass es einen Anstieg an häuslicher Gewalt während der Corona-Krise gibt. Wir müssen davon ausgehen, dass es momentan in Deutschland ein noch größeres Dunkelfeld gibt, als wir es normalerweise haben und der Beratungsbedarf und Bedarf an Frauenhäusern ansteigt, wenn die akuten Beschränkungen vorbei sind.“
Sie sieht deshalb ganz aktuellen Handlungsbedarf: „Die Frauenhäuser sind auch unterschiedlich aufgestellt, wie sie ihre Beratung aufrecht erhalten können und da muss die Frage gestellt werden, wie Homeoffice-fähig Beratungsstellen mit der aktuell gegebenen technischen Ausstattung sind und wie sie unterstützt werden können?“

Bei einem plötzlichem Bedarfsanstieg für die Plätze in Frauenhäusern müsse kurzfristig geprüft werden, auf weitere Kapazitäten wie Ferienwohnungen zurückzugreifen. Leider arbeite das Ministerium hier aber erst bei der Meldung von Bedarfen und nicht aufgrund der grundsätzlichen Bedeutung von Schutzwohnungen, von denen es in NRW nur acht „second-stage“-Modelle gibt, die bis Ende des Jahres finanziert sind. Josefine Paul bekräftigt hier: „Wir GRÜNE fordern, diese Modelle fortzuführen, den Übergang der Regelfinanzierung zu garantieren und eine Ausweitung dieser Projekte anzustreben.“

Daniela Schneckenburger wies darauf hin, dass die Finanzierung von Quarantänemaßnahmen und Personal im Falle einer Infektion in einem Frauenhaus noch nicht geklärt sei. Josefine Paul kritisiert, dass diese Kosten nicht vom Land übernommen werden wie von der GRÜNEN Landtagsfraktion gefordert: „So entsteht eine Schieflage in NRW, weil die Kostenübernahmen in den Kommunen je nach Haushaltslage und politischem Willen unterschiedlich gehandhabt wird.“


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