Daniela Schneckenburger: „Wir brauchen ein neues Konzept für die Innenstadt“
 

Daniela Schneckenburger: „Wir brauchen ein neues Konzept für die Innenstadt“

Kreisverband
19.08.2020 – Pressemitteilung, Wahl

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind auch in der Dortmunder Innenstadt deutlich zu spüren. Schon allein die Zunahme des Online-Handels in den vergangenen Jahren hatte dafür gesorgt, dass mehr Umsatz im Internet gemacht wird und weniger Umsätze im stationären Einzelhandel in der Innenstadt, aber auch den Stadtteilzentren landen - mit erheblichen Auswirkungen.
Als Folge zunehmender Insolvenzen prägen Leerstände das Bild im Stadtzentrum. Die Schließung der Häuser von Galeria-Kaufhof und die Folgen von Corona haben die Entwicklung noch weiter beschleunigt. Die Oberbürgermeisterkandidatin der GRÜNEN, Daniela Schneckenburger, hält deshalb einen Innenstadt- bzw. Einzelhandels-Dialog für dringend erforderlich.

„Der Einzelhandel kämpft schon lange gegen einen kontinuierlichen Umsatzrückgang, während gleichzeitig die Mieten für die Ladenlokale nicht nur in der A-Lage steigen. Das Problem der Insolvenzen ist akut, wie auch die aktuelle Situation bei Galeria-Karstadt zeigt. Der jetzt noch hinzu gekommene Corona-Lockdown ist nur der Katalysator einer Entwicklung, die schon lange vorher begonnen hat. Mit der Schließung des ehemaligen Galeria-Kaufhof-Warenhauses geht Dortmund jetzt noch ein wichtiger Anker verloren. Auch wenn sich für das Karstadt-Haus am Westenhellweg die Rettung abzeichnet, ist es notwendig, unmittelbar nach der Wahl einen Innenstadt-Dialog anzustoßen, der Stadtplanung, Einzelhandel, Kultur und Gastronomie einbindet“, erläutert Daniela Schneckenburger. „Dazu müssen alle Möglichkeiten geprüft werden, die Erdgeschosslagen zu beleben und Nutzungskonzepte für andere Geschosse zu entwickeln, die die Innenstadt beleben und damit für Publikumsverkehre sorgen.“

Der GRÜNEN OB-Kandidatin brennt das Thema auf den Nägeln. Eine Lösung kann aus ihrer Sicht nur gefunden werden, wenn sich jetzt alle Akteure an einen Tisch setzen. Die bisherigen Formate müssen dafür genutzt und ausgeweitet werden. Neben den Bürger*innen müssen vor allem die Besitzer*innen der Immobilien im Stadtzentrum ins Boot geholt werden. Denn auch für den Wert ihrer Immobilien ist es entscheidend, welche Zukunft die Stadt hat.

„Wir brauchen für unsere Stadt einen „Strukturwandel 2.0“. Damit Dortmund interessant wird, braucht es Vielfalt, nicht zwei oder mehr Filialen ein und derselben Kette auf rund 1,5 Kilometern. Es muss uns gelingen, einen interessanten Mix aus ganz unterschiedlichen Angeboten– mit kleinen individuellen Läden, regionalem Handwerk, Gastronomie, Kultur und auch Wohnen oder Coworking Spaces – zu schaffen. Das geht nicht ohne die Beteiligung der Immobilienbesitzer*innen. Denn die Mieten sind bei der Frage der Ansiedlung eine der wichtigsten Stellschrauben. Hilfreich können dabei aber auch kulturelle Formate sein, die den Erlebnischarakter der Innenstadt wie auch der Stadtteilzentren erhöhen, wie bspw. kleine Konzerte im öffentlichen Raum“, so Schneckenburger.

„Mein Ziel ist es, damit den Weg zu ebnen für die Entwicklung von Modellen, wie sich auch Start-ups und die Betreiber*innen kleiner Läden einen Standort in der Stadt leisten können. Und wir sollten darüber nachdenken, ob eine kostenlose Nutzung des ÖPNV am Samstag Dortmund als Einkaufsstandort für das Umland noch attraktiver machen und zur Belebung der Innenstadt beitragen kann."
Das Ergebnis der Gespräche müsse am Ende in die Aktualisierung des Masterplans Einzelhandel für den Bereich Innenstadt einfließen. Dazu gehört für Schneckenburger zwingend, dass die Bürger*innen in Dortmund aktiv beteiligt werden. Denn sie sind ja am Ende diejenigen, die gerne in die Innenstadt kommen sollen.


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